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Glossar – Sperrholz-Faltkisten & Exportkisten
Die wichtigsten Begriffe rund um Sperrholz-Faltkisten, Exportverpackung, ISPM 15 und internationale Transportlogistik – kurz und verständlich erklärt.
- Sperrholz-Faltkiste
- Exportverpackung aus Sperrholz, die flach zerlegt geliefert und vor Ort ohne Werkzeug zu einer stabilen Kiste aufgebaut wird. Spart Lager- und Transportvolumen im Leerzustand.
- 3-teilige Faltkiste
- Aufbau aus Palette (Boden), Deckel und einem zusammenklappbaren Mantel/Rahmen. Die drei Elemente werden beim Aufbau ineinandergesteckt und verriegelt.
- Stülpdeckel
- Deckel, der über den Mantel der Kiste gestülpt wird und so eine umlaufende Überlappung bildet. Sorgt für zusätzlichen Schutz vor Staub und Spritzwasser.
- Sperrholz
- Plattenwerkstoff aus kreuzweise verleimten Furnierlagen. Hohe Festigkeit bei geringem Gewicht, formstabil und dadurch ideal für Exportverpackungen.
- Pappelsperrholz
- Sperrholz aus Pappelfurnieren. Sehr leicht und damit besonders geeignet für Luftfracht, bei der jedes Kilogramm Verpackungsgewicht zählt.
- Birkensperrholz
- Sperrholz aus Birkenfurnieren. Höhere Dichte und Festigkeit als Pappel – geeignet für schwere Güter und mechanisch hoch belastete Kisten.
- ISPM 15
- Internationaler Standard für Verpackungsholz (IPPC). Massivholz-Verpackungen müssen hitzebehandelt (HT) oder begast sein und ein IPPC-Stempel tragen. Sperrholz gilt als verarbeitetes Holz und ist von ISPM 15 ausgenommen – damit ohne Zertifizierung weltweit einsetzbar.
- IPPC-Stempel
- Kennzeichnung für ISPM-15-konformes Verpackungsholz mit Ländercode, Registriernummer und Behandlungsart (z. B. HT für Heat Treatment).
- HT (Heat Treatment)
- Hitzebehandlung von Massivholz auf mindestens 56 °C Kerntemperatur über 30 Minuten – Voraussetzung für die ISPM-15-Zulassung von Massivholzverpackungen.
- Exportkiste
- Transportverpackung für den internationalen Versand. Schützt Ware bei Umschlag, Transport und Lagerung über See, Luft, Schiene und Straße.
- Seefracht-Verpackung
- Verpackung für den Seetransport. Muss salzhaltige Luft, Temperaturschwankungen und Kondensat im Container über mehrere Wochen aushalten.
- Luftfracht-Verpackung
- Auf geringes Gewicht und definierte Maße optimierte Verpackung. Sperrholz-Faltkisten sind hier wegen ihres geringen Eigengewichts besonders verbreitet.
- Palette / Bodenrahmen
- Unterbau der Kiste mit Einfahröffnungen für Gabelstapler oder Hubwagen. Trägt die Last und ermöglicht das Handling der gepackten Kiste.
- Vierwege-Einfahrt
- Palette, in die von allen vier Seiten mit Gabelstapler oder Hubwagen eingefahren werden kann. Erhöht die Handhabungsflexibilität im Lager.
- Kufenpalette
- Palette mit durchgehenden Kufen statt Klötzen – meist mit Zweiwege-Einfahrt, robust und stapelbar.
- Stapelbarkeit
- Eigenschaft einer Kiste, sicher übereinander gestapelt werden zu können – im Leer- wie im Beladungszustand. Spart Lager- und Frachtfläche.
- Nutzlast
- Zulässiges Gesamtgewicht des Verpackungsinhalts. Hängt von Material, Wandstärke, Konstruktion und Palette der Kiste ab.
- Innenmaß
- Lichtes Maß im Inneren der Kiste, das für die zu verpackende Ware nutzbar ist. Maßgeblich für die Auswahl der passenden Kistengröße.
- Außenmaß
- Maß der Kiste inklusive Wänden und Palette. Relevant für Container-, Lkw- und Flugzeugladeflächen.
- Sondermaß
- Individuell gefertigte Abmessung außerhalb der Standardgrößen. Meist ab Mindestmengen (z. B. 50–100 Stück) wirtschaftlich.
- VCI-Folie
- Folie mit flüchtigen Korrosionsinhibitoren (Volatile Corrosion Inhibitors). Schützt Metallteile in der Kiste vor Rost während Transport und Lagerung.
- Trockenmittel / Silica Gel
- Adsorbiert Feuchtigkeit in der verschlossenen Verpackung und verhindert Kondensation, Korrosion und Schimmel – wichtig bei Seefracht.
- Container-Desikkant
- Spezielle, hochaufnahmefähige Trockenmittel für den Einsatz im Seecontainer – ergänzt die Verpackung bei langen Transitzeiten.
- Zurrgurte / Ladungssicherung
- Gurte, Bänder oder Niederzurrungen zur Sicherung der Ware im Inneren der Kiste oder der Kiste auf der Ladefläche.
- Containerverladung
- Verladung der Kisten in 20-, 40- oder 40-HC-Container. Maße der Kisten werden auf Containermaße optimiert, um Stellplätze maximal auszunutzen.
- Zollsichere Verpackung
- Verpackung, die so geschlossen und gekennzeichnet ist, dass Manipulation erkennbar wäre – relevant für verzollte Sendungen.
- Verschlussbeschläge
- Metallverschlüsse, Spannverschlüsse oder Schrauben zum Verriegeln von Deckel und Mantel. Ermöglichen wiederholtes Öffnen und Schließen.
- Mehrweg-Verpackung
- Verpackung, die mehrfach eingesetzt werden kann. Faltkisten eignen sich dafür besonders, weil sie zerlegt platzsparend zurückgeführt werden.
- Einweg-Verpackung
- Verpackung für einen einzigen Transportzyklus, nach Auspacken in der Regel entsorgt oder recycelt.
- Verpackungslogistik
- Planung und Steuerung von Verpackung, Handling, Transport und Rückführung – inkl. Bestand, Lager und Kreislaufführung von Mehrwegverpackungen.
- OSB-Platte
- Grobspanplatte (Oriented Strand Board) aus verleimten Holzspänen. Wird gelegentlich als kostengünstige Alternative zu Sperrholz für Exportkisten eingesetzt, ist jedoch schwerer und weniger formstabil.
- MDF / HDF
- Mitteldichte bzw. hochdichte Faserplatten. Für Exportverpackungen wenig geeignet, da feuchtigkeitsempfindlich – Sperrholz ist hier klar im Vorteil.
- Vollholzkiste
- Klassische Exportkiste aus massivem Schnittholz. Unterliegt ISPM 15 und muss hitzebehandelt (HT) und IPPC-gestempelt sein.
- Lattenkiste / Verschlag
- Offene Holzkonstruktion mit Zwischenräumen zwischen den Latten. Leichter als geschlossene Kisten, aber geringerer Schutz vor Witterung und Staub.
- Aufsetzrahmen
- Zusätzlicher Holzrahmen, der auf eine Palette aufgesetzt wird, um die Bauhöhe der Kiste zu erweitern. Häufig kombinierbar mit Faltkisten-Systemen.
- Deckelpalette
- Flache Palette, die zugleich als Deckel der Kiste dient – ermöglicht stapelfähige Einheiten mit definierter Auflagefläche.
- Klötze / Klotzpalette
- Palette mit Eckklötzen und Mittelklotz, die Vierwege-Einfahrt für Gabelstapler ermöglicht. Standardbauform für Exportpaletten.
- Europalette (EUR/EPAL)
- Genormte Tauschpalette mit Maßen 1200 × 800 mm. Unterliegt als Massivholz ISPM 15 (HT-Behandlung erforderlich für Export).
- Industriepalette
- Palette mit Maßen 1200 × 1000 mm. Häufig in Übersee-Containern eingesetzt, da sie Stellflächen effizient ausnutzt.
- Eckschutz / Kantenschutz
- Profile aus Pappe, Kunststoff oder Holz zum Schutz empfindlicher Kanten und zur Verteilung der Spanngurt-Last.
- Schaumstoff-Polsterung
- Innenauspolsterung aus PE-, PU- oder PPE-Schaum zur Stoßdämpfung und Fixierung empfindlicher Güter im Inneren der Kiste.
- Konturschaum
- Auf die Produktform zugeschnittener Schaumstoff-Einsatz. Bietet passgenauen Schutz für hochwertige Maschinenteile oder Elektronik.
- Stretchfolie
- Dehnbare Folie zur Ladungssicherung auf Paletten – fixiert Ware und schützt vor Staub und leichter Feuchtigkeit.
- Schrumpffolie
- Folie, die durch Wärme schrumpft und sich eng an die Ware anlegt. Wird als zusätzliche Wetter- und Diebstahlsicherung eingesetzt.
- Alu-Verbundfolie
- Mehrschichtige Folie mit Aluminium-Sperrschicht. Bildet eine dampfdichte Hülle für Trockenmittel-Verpackungen empfindlicher Güter.
- Dampfsperre / Bag-in-Box
- Verpackungsverfahren mit Alu-Verbundbeutel und Trockenmittel innerhalb der Kiste. Schützt empfindliche Elektronik und Maschinen bei Seefracht.
- Schock-Indikator
- Aufkleber oder Sensor, der unsachgemäße Handhabung (Stoß, Fall) sichtbar dokumentiert.
- Kipp-Indikator (Tilt Watch)
- Indikator, der anzeigt, ob eine Kiste unzulässig gekippt oder auf den Kopf gestellt wurde.
- Versandkennzeichnung
- Aufdruck oder Etikett mit Empfänger, Gewicht, Maßen, Schwerpunkt und Handhabungssymbolen nach ISO 780.
- Handhabungssymbole (ISO 780)
- Standardisierte Bildzeichen wie „Zerbrechlich“, „Trocken halten“ oder „Oben“ zur Kennzeichnung von Verpackungen.
- Schwerpunktkennzeichnung
- Markierung des Massenschwerpunkts auf der Kiste – wichtig für sicheres Anschlagen mit Kran oder Stapler.
- Kranösen / Anschlagpunkte
- Verstärkte Punkte oder Beschläge zum Anheben der Kiste mit Kran und Anschlagmitteln.
- Tara-Gewicht
- Eigengewicht der leeren Verpackung. Wichtig für Frachtberechnung und Berechnung der zulässigen Nutzlast.
- Bruttogewicht
- Gesamtgewicht aus Ware (Netto) und Verpackung (Tara). Maßgeblich für Frachtkosten und Ladungssicherung.
- Volumengewicht
- Rechnerisches Gewicht aus dem Volumen einer Sendung – bei Luft- und Kurierfracht häufig statt des tatsächlichen Gewichts abgerechnet.
- 20'/40'/40' HC Container
- Standard-Seecontainer mit Innenlängen ca. 5,9 / 12,0 / 12,0 m. HC = High Cube mit erhöhter Innenhöhe für mehr Volumen.
- FCL / LCL
- Full Container Load (Komplettladung) bzw. Less than Container Load (Sammelladung). Beeinflusst Anforderungen an Stapelfähigkeit und Kennzeichnung.
- Incoterms
- Internationale Lieferklauseln (z. B. EXW, FCA, FOB, CIF, DAP) der ICC, die Pflichten, Kosten und Risikoübergang zwischen Käufer und Verkäufer regeln.
- Gefahrgutverpackung
- Nach ADR/IMDG/IATA zugelassene Verpackung für gefährliche Güter, gekennzeichnet mit UN-Nummer und Bauartzulassung.
- Recyclingfähigkeit
- Sperrholz und Massivholz sind sortenrein trennbar und stofflich oder thermisch verwertbar – ein Vorteil gegenüber vielen Verbundverpackungen.
- PEFC / FSC
- Zertifizierungssysteme für nachhaltige Forstwirtschaft. Sperrholzplatten mit diesen Siegeln stammen aus kontrollierter Holzwirtschaft.